2015 wird ein neues ILEK erarbeitet

Aufbauend auf die Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung im Jahr 2003 wird derzeit ein neues ILEK erarbeitet.
Es besteht aus drei Teilen, jeder Teil hat Unterbausteine.

Teil 1.   Potenzialanalyse

  • 1.1.        Bestandsanalyse und Datenerfassung
  • 1.2.        Gespräche und Interviews
  • 1.3.        Auftaktveranstaltung

Teil 2.   Leitlinien (Zielfindung)

  • 2.1. Interkommunales Entwicklungsleitbild
  • 2.2 .Handlungsstrategien
  • 2.3. Projektwerkstatt
  • 2.4. Fachgespräche

Teil 3.   Integrierter Strukturplan

  • 3.1. Projekte und Maßnahmen
  • 3.2. Durchführungskonzept
  • 3.3. Integrierter Strukturplan

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Teil 1: Potenzialanalyse

1.1.        Bestandsanalyse und Datenerfassung
Sämtliche Daten bereits vorliegender Informationen zu folgenden Themen werden erfasst: Siedlungsflächen, Ortsbild, Kultur, Bevölkerung, soziale Infrastruktur, Versorgungsinfrastruktur, Arbeitsplätze und Wirtschaftsstruktur, regenerative Energien, Natur und Landschaft sowie Freizeit und Erholung, Land- und Forstwirtschaft. Außerdem werden sonstige vorliegender Untersuchungen, Planungen, Entwicklungsvorhaben, Aktionsprogramme, usw. ausgewertet.

1.2.        Gespräche und Interviews...
...mit den Bürgermeistern dienen der Erfassung von Erwartungen, Zielen und Handlungsschwerpunkten. Außerdem wird der Handlungsbedarf in den einzelnen Ortsteilen besprochen (örtliche Projekte).

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden ausgewertet, graphisch aufgearbeitet und in folgende Themenkarten gegliedert:

Städtebau, Bevölkerung, Gewerbe/Arbeiten, Infrastruktur, Kultur, Tourismus, Landschaft, Agrarstruktur, Regenerative Energien

Die räumliche Darstellung des Bestands bildet so eine übersichtliche Darstellung zur Erarbeitung der nächsten Planungsschritte im Rahmen des ILEK.

1.3.        Auftaktveranstaltung:
Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung, z.B. einer halbtägigen Werkstatt, werden die ausgewerteten Ergebnisse präsentiert:  Darstellung der Potenziale, Bewertung der Kommunen, Zusammenfassung (Stärken-Schwächen-Ziele).

Zur Auftaktveranstaltung/Werkstatt eingeladen werden Bürgermeister der Kommunen, Stadt- Markt- und Gemeinderäte, Mitarbeiter der kommunalen Verwaltungen, wichtige Akteure, ausgewählte örtliche Interessensvertreter, zudem werden Jugendliche durch die Einladung über die Ortsvereine und über Schulen aktiviert.

Die Inhalte der Werkstatt bauen auf auf die Ergebnisse der Bestandsaufnahme:

·         Zusammenfassung der Ergebnisse vorhandener Konzepte, anpassen auf das Allianzgebiet

·         Gemeinsame Erarbeitung von ersten Zielen und Handlungsfeldern

·         Potenzialanalyse, Bewertung
Als zusammenfassendes Ergebnis werden die Begabungen und Potenziale des Gesamtraumes und der einzelnen Kommunen in einer Themenkarte räumlich dargestellt und erläutert und die Stärken der jeweiligen Kommunen herausgestellt. Dies bildet die Grundlage für die Erarbeitung der Ziele auf interkommunaler Ebene.

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Teil 2.   Leitlinien (Zielfindung)

Leitlinien (Zielfindung)
Die Zielfindung stellt die entscheidende Phase der Erarbeitung des ILEK dar, denn hier werden die inhaltlichen Ergebnisse der Gutachter mit den Ideen der lokalen Akteure zusammengeführt. Gleichzeitig werden die Meinungsträger der Region zusammengebunden.

Die gemeinsame Zielfindung ist eine wichtige Basis für eine langfristige Tragfähigkeit des ILEKs.

Ergebnisse der Zielfindung sind die Entwicklung eines abgestimmten gemeinsamen Leitbildes für das Allianzgebiet und daraus entwickelte Strategiekonzepte zu zukünftigen Handlungsfeldern. Zu den Strategiekonzepten werden konkrete Projekte erarbeitet und ausformuliert.

2.1.        Interkommunales Entwicklungsleitbild
Mit der Erarbeitung eines interkommunalen Entwicklungsleitbildes wird die Grundlage für zukünftige Handlungen geschaffen. Das Leitbild baut auf lokale Gegebenheiten und Qualitäten der Orte und der Landschaft auf und benennt übergeordnete Ziele zur Entwicklung und Stärkung des Raums.

2.2.        Handlungsstrategien
Die übergeordneten Ziele des interkommunalen Entwicklungsleitbildes werden durch die Erarbeitung zukünftiger Handlungsstrategien vertieft und beschreiben die wesentliche Ziele und Lösungsansätze für das Kooperationsgebiet.

Das Leitbild und die Handlungsstrategien bilden die Grundlage für eine abgestimmte Entwicklung des Raums und für die Begründung von Einzelprojekten und -maßnahmen.

Folgende Handlungsstrategien werden beispielhaft zur Bearbeitung vorgeschlagen:

·         Strategiekonzept Wohnen ( Ortskernrevitalisierung und Innenentwicklung, Leerstand, Siedlungsentwicklung )

·         Strategiekonzept Arbeiten (Wirtschaft, Gewerbe, Handwerk, Informationstechnologie, Breitband...)

·         Strategiekonzept Daseinsvorsorge (Interkommunale Kooperation, Infrastruktur, Verkehr, ÖPNV, Grund- und Nahversorgung, Gemeinschaftsleben, Generationen, öffentliche Einrichtungen, soziale Angebote)

·         Strategiekonzept Erholung und Tourismus (Urlaubs- und Naherholungsregion, Tourismus-, Kultur- und Freizeitangebote, Qualitätsstandards, übergemeindliche Vernetzung ...)

·         Strategiekonzept Orts- und Landschaftsbild (Identität, Heimat, Kultur, Brauchtum, Kulturlandschaft , historisches Stadt- und Ortsbild, Maßnahmen der Dorferneuerung)

·         Strategiekonzept Landnutzung und Energie (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Maßnahmen der Flurneuordnung, regionale Vermarktung, regenerative Energien, Klimaschutz )

2.3.        Projektwerkstatt
Die Projektwerkstatt wird im Rahmen einer z.B. halbtägigen Werkstatt durchgeführt. In der Zukunftswerkstatt werden, aufbauend auf den bereits ermittelten Entwicklungschancen und Handlungsfeldern sowie den Strategiekonzepten mit den Bürgern Projektvorschläge erarbeitet. Dies erfolgt in thematischen Arbeitsgruppen unter Mitwirkung von externer Fachkompetenz wie z. B.:

·         Bürgermeister der Kommunen
·         Stadträte bzw. Gemeinderäte, Ortssprecher
·         Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung
·         wichtige Akteure, ausgewählte örtliche Multiplikatoren bzw. Interessensvertreter

Als Ergebnis liegt ein Pool an Projekten und Maßnahmen vor, der als Grundlage für weitere Abstimmungen dient.

2.4.        Fachgespräche
Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt werden im Rahmen Fachgesprächen mit Vertretern von Behörden, Verbänden, Fachstellen und Experten auf ihre grundsätzliche Machbarkeit und entsprechende Fördermöglichkeiten erörtert und dokumentiert.

Folgende Themenkomplexe sind hierfür sinnvoll:

Wirtschaft, Gewerbe, Verkehr, Energie, Landschaft, Land- und Forstwirtschaft, Wohnen - Ortskerne, Infrastruktur, Daseinsvorsorge

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Teil 3.   Integrierter Strukturplan

·         3.1. Projekte und Maßnahmen
·         3.2. Durchführungskonzept - Verfahren und Monitoring
·         3.3. Integrierter Strukturplan

3.1.        Projekt- und Maßnahmenkatalog
Die gemeinsam entwickelten und über die Fachgespräche abgestimmten Projekte und Maßnahmen werden durchgearbeitet und in übersichtlichen Listen unter Angaben zu Priorität, Trägerschaft beschrieben. Hierbei wird zwischen übergeordneten interkommunalen und örtlichen Projekten differenziert. Zu den Projekten werden grundsätzliche Aussagen zu einer möglichen Förderung getroffen. Diese kann z. B. im Bereich des Förderinstrumentariums der Ländlichen Entwicklung, des Städtebaus oder der Wirtschaftsförderung liegen.

Soweit erforderlich werden Hinweise auf den Einsatz der Instrumente der Ländlichen Entwicklung (Flurneuordnung, Dorferneuerung, Bodenordnung) und zur zeitlichen Umsetzung gegeben.

Vorschläge zur Verwaltungszusammenarbeit werden themenbezogen im Zusammenhang mit den Handlungsstrategien betrachtet.

3.2.        Verfahrung und Monitoring
Um den ILEK Prozess über die Erstellungsphase hinaus zu verstetigen werden Empfehlungen zur Umsetzung von Projekten und zum weiteren Vorgehen gegeben. Die Empfehlungen zeigen erste Möglichkeiten und weitere Schritte für die Festigung der Interkommunalen Zusammenarbeit, die konkrete Umsetzung von Projekten sowie die Evaluierung auf. Es gibt

·         Empfehlungen zur Initiierung der Schlüsselprojekte,

·         Empfehlungen zur organisatorischen Betreuung der Projekte (z. B. projektbezogenes Management),

·         Empfehlungen für ein Monitoring zur Evaluierung des ILEK.

3.3.        Integrierter Strukturplan (Abschlussbericht)
Die Ergebnisse des gesamten ILEK Prozesses werden in einem Abschlussbericht zusammengeführt und layoutet. Dieser druckbare Bericht dokumentiert den gesamten Planungsprozess und ist durch die graphische Darstellung mit Karten, Tabellen und erläuternden Texten gut verständlich und schnell erfassbar. Der Abschlussbericht stellt für die Allianz die zukünftigen Entwicklungsleitlinien dar, zeigt Schwerpunkte und Maßnahmen auf und bildet den inhaltlichen Rahmen zur Umsetzung von Projekten.

3.4.        Abschlussveranstaltung
Im Rahmen einer förmlichen Abschlussveranstaltung werden die Ergebnisse des ILEK Prozesses der Öffentlichkeit vorgestellt und der Bericht den beteiligten Kommunen übergeben. Diese Veranstaltung bildet gleichzeitig den Startschuss für die Umsetzungsphase.

Quelle: aus dem Angebot des Büros "Schirmer | Architekten + Stadtplaner, Würzburg"

Erarbeitet wird das neue ILEK durch die Arbeitsgemeinschaft
Schirmer | Architekten + Stadtplaner, Würzburg und
WGF Landschaft, Landschaftsarchitekten GmbH, Nürnberg

06.07.2015, KA

 

 



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