Neuer Wind für die Kommunale Allianz

Bereits im Mai 2017 stellten die Bürgermeister der Allianz-Mitgliedskommunen Ammerndorf, Cadolzburg, Roßtal, Großhabersdorf sowie der Städte Oberasbach und Stein - mit Ausnahme der Stadt Zirndorf - ihr erarbeitetes Konzept vor. Im ILEK, dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept, wurden mögliche Maßnahmen aus verschiedenen Themenfeldern festgehalten. Das ILEK liefert auf 200 Seiten von A wie "Aufwertung von Wohngebieten aus den 60er- und 70er-Jahren" bis Z wie "Zuwachs an barrierefreien Wohnungen" viele Impulse für die gemeinsame Arbeit. An Ideen mangelt es den Mitgliedskommunen nicht. Was jedoch fehlte war jemand, der konkrete Maßnahmen gezielt angeht und koordiniert.
Am 13. Juni fand das erste Treffen zur ILEK-Umsetzung der Allianz-Bürgermeister in Stein statt. Beste Gelegenheit für die neue Umsetzungsbegleiterin, sich und ihre Aufgaben vorzustellen: 16 Stunden wöchentlich widmet Anne Kratzer ab sofort den Maßnahmen des ILEKs. Sie wird das Zusammenwirken der sechs Kommunen koordinieren, die Kommunikation mit anderen für die Region wichtigen Akteuren vorantreiben und neue Fördermöglichkeiten erkunden. Zwei Tage in der Woche wird sie fortan in ihrem neuen Büro im Steiner Rathaus für die Kommunale Allianz tätig sein. Für diese Unterstützung erhalten die Kommunen eine Förderung des Amtes für Ländliche Entwicklung. Die anderen drei Tage organisiert sie die Wirtschaftsförderung der Stadt Stein. Aus dieser Doppelrolle heraus werden sich für ILEK-Projekte aus dem Themenbereich "Arbeit" interessante Überscheidungen ergeben, dessen Synergien sie für die erfolgreiche Projektentwicklung nutzen kann.
"Zum Start des ILEKs ist es wichtig, erst einmal die Öffentlichkeit mitzunehmen", so Kratzer, denn viel Arbeit laufe im Hintergrund, ohne dass die Bürger davon etwas mitbekämen. So sind zum Beispiel verschiedene Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit geplant, die die Allianz und ihr Wirkungsspektrum bekannter machen sollen.
Genauer hinsehen möchten die Gemeinden außerdem bei den Themen E-Mobilität mit dem Fahrrad, Weiterentwicklung der Direktvermarktung und Stärkung der Wirtshauskultur. Daher soll die Machbarkeit einer E-Bike-Karte, eines Hofladenfestes und einer Studie zur Untersuchung der Zukunft fränkischer Wirtshäuser geprüft werden.



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